Newsletter November 2025

…ein intensiver kirchlicher Monat mit vielen Erinnerungen…Allerheiligen und Allerseelen…Einführung der neuen Evangelischen Bischöfin Cornelia Richter…Reichskristall- und Pogromnacht 9./10. November 1938…Hl. Martin / Hl. Leopold / Hl. Elisabeth – Caritas-Sonntag…100 Jahre Christkönigsfest

Nun beginnt der Advent und ein neues Kirchenjahr A mit dem Evangelium nach Matthäus
Was erwarten wir von diesem Advent, was erwarten wir von der kommenden Zeit, den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen, den Klimakatastrophen. Was erwarten wir uns von Kirche und Gesellschaft in Österreich.

 –        Erinnerung an Ferdinand Klostermann und das Ende des II. Vatikanischen Konzils 1965   

1925 – vor hundert Jahren hat Ferdinand Klostermann am bischöflichen Privatgymnasium Petrinum in Linz-Urfahr maturiert. Vor hundert Jahren hat Papst Pius XI. das Fest Christkönig als Abschluss des Kirchenjahres eingeführt. Als junger Priester und Diözesanjugendseelsorger war es immer ein Mittelpunkt für Ferdinand Klostermann.

Das Buch „Ferdinand Klostermann und das Laienapostolat – Der Aufbruch damals – die Klerikalisierung heute“ – ist erschienen in der Edition R3 im Verlag Bernhard Kagerer, Linz 2025, ISBN 978-3-903239-13-5, 132 Seiten, Broschur, Euro 12,50 (A) / Euro 12,50 (D) (geb. Ladenpreis)

Das Buch wurde am 6. November 2025, im Lesesaal der Bibliothek der Katholischen Privatuniversität Linz vorgestellt. Eine große Schar Interessierter füllte den Lesesaal. Eingeleitet durch die Pastoral- und Synodaltheologin Klara Csicsar, Dekanin der KU Linz, stellten die beiden Herausgeber, Karl Immervoll und Alfred Kirchmayr, das Leben und Wirken des Pastoral- und Konzilstheologen Ferdinand Klostermann vor. Anschließend erzählten einige Autoren ihren Blick auf bestimmte Bereiche im Werk Klostermanns vor. Hoch interessant der Einblick der Präsidentin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Angelika Ritter-Grepl, zum Thema Frau in der Kirche, vom II. Vatikanischen Konzil bis zum Schlussdokument der Weltsynode 2021-2024, das Papst Franziskus als verbindliche Lehre der Kirche angenommen hat.

Sein Inhalt:
+ Vorwort Karl Immervoll und Alfred Kirchmayr
+ Stefan Mayerhofer – Ferdinand Klostermann – eine pastorale Reise in die Tiefe
+ Engelbert Pöcksteiner und Hubert Mayr – Erinnerungen
+ Alfred Kirchmayr – Ferdinand Klostermann – Feuergeist und Pastoraltheologe
+ Emmerich Talos – Anregung und Widerspruch
+ Karl A. Immervoll – Aufbruch nach dem Konzil. Christliche Mündigkeit statt klerikaler Herrschaft
+ Paul M. Zulehner – Ein Zeitenwender
+ Ferdinand Kaineder – Ferdinand Klostermann – Für eine Kirche aller Getauften
+ Katharina Renner – Zeitgenössische Gedanken zu Apostolicam actuositatem
+ Angelika Ritter-Grepl – Die Frauenfrage – Vom II. Vatikanischen Konzil zum Abschlussdokument der Weltsynode
+ Norbert Greinacher – Partielle Identifikation
+ Alfred Kirchmayr – Vollständige chronologische Bibliographie Ferdinand Klostermann
+ Autorinnen und Autoren

  • Vor genau 60 Jahren ist das Dekret «Apostolicam actuositatem» des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Apostolat der Laien veröffentlicht worden. Vor 10 Jahren, 3. November 2015, hat Bischof Clemens, Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien, «Aus gutem Grund berufen» zu Fünfzig Jahre «Apostolicam actuositatem» im Bonifatiushaus Fulda, Haus der Weiterbildung der Diözese Fulda, gesprochen. „Dieses Jubiläum ist ein passender Anlass, um sich an die Hauptinhalte dieses Konzilsdokuments zu erinnern, seine Wirkungsgeschichte in groben Zügen nachzuzeichnen und neue Handlungsimpulse zu gewinnen. Siehe Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret über das Laienapostolat „Apostolicam actuositatem“, in: Karl Rahner/Herbert Vorgrimmler, Kleines Konzilskompendium, 5. Aufl., Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1966, 389-421 (= AA); Ferdinand Klostermann, Einleitung und Kommentar des Dekrets über das Apostolat der Laien, in: Das Zweite Vatikanische Konzil, Konstitutionen, Dekrete und Erklärungen. Lateinisch und Deutsch. Kommentare, Teil II, 585-701;

“Meine Ausführungen nehmen das Dekret «sic et simpliciter» einfach so, wie es veröffentlicht worden ist. Nach dem Urteil von Kardinal Karl Lehmann ist das Laiendekret „ein sehr guter Text, der viel zu wenig bekannt ist.“ Daraus folgt, dass sich eine erneute Lektüre lohnt und dass eine erschöpfende Umsetzung des Dekrets noch aussteht. Das Laiendekret wurde in der letzten Konzilsperiode mit der geringsten Zahl an Nein-Stimmen (2340 Ja- zu 2 Neinstimmen) unter allen Konzilsdokumenten verabschiedet. Zudem sollte nicht übersehen werden, dass es sich um das erste Dokument eines Konzils handelt, das sich ausdrücklich mit den Laienchristen beschäftigt. Das vom Konzil gewünschte Sekretariat zum Dienst und zur Anregung für das Laienapostolat (vgl. AA 26/3) ist bereits ein gutes Jahr später (6. Januar 1967) durch die Errichtung des Rates der Laien („Consilium de Laicis“) Wirklichkeit geworden. (Vgl. Klostermann, Einleitung und Kommentar 601).”

  • Ein Blick auf die Kirche in Österreich

+ In St. Pölten wurde mit Anfang Oktober das Wirken der Frauenkommission beendet. Wie geht es mit der Frauenkommission in der Diözese St. Pölten weiter? Der Vorstand der Frauenkommission hat in einer Aussendung mitgeteilt, dass die auf fünf Jahre anberaumte Funktionsperiode mit 30. September abgelaufen ist. Da es bislang kein neues Statut gibt, ende damit auch die Kommission in ihrer derzeitigen Form. “Damit ist diese Frauenkommission (zumindest vorläufig) Geschichte. Unsere Tätigkeit als Vorstand endet”, teilte das Vorsitzteam mit. Diesem gehörten die Vorsitzende Anna Rosenberger sowie Veronika Prüller-Jagenteufel, Angela Lahmer-Hackl, Regina Sprinzl und Magdalena Ganster an. Laut Diözese St. Pölten soll es aber auch in Zukunft eine Frauenkommission geben. In einer Stellungnahme der Diözese St. Pölten gegenüber Kathpress hieß es dazu, dass Generalvikar Christoph Weiss von Bischof Alois Schwarz mit der Erstellung einer Arbeitsgruppe beauftragt wurde, die die bestehenden Statuten der Frauenkommission der Diözese überarbeiten soll. Ziel sei es, “die Strukturen und Arbeitsweisen an die aktuellen pastoralen Herausforderungen anzupassen und die Mitwirkung von Frauen in der Diözese weiterhin nachhaltig zu stärken”. Bischof Schwarz betone in diesem Zusammenhang ausdrücklich, “dass es selbstverständlich auch in Zukunft eine Frauenkommission in der Diözese St. Pölten geben wird”.

Die Plattform der diözesanen Frauenkommissionen Österreichs wendete sich am 14.10.2025 dazu in einem offenen Brief an Bischof Alois Schwarz und Generalvikar Christoph Weiss.
Das Fenster der Verwundbarkeit öffnet den Blick zum Himmel. (Dorothee Sölle)

+ „Kirche neu denken“

So formuliert es der Gemeindeleiter der Pfarre Enns-Lorch, Dr. Harald Prinz, in seinem Artikel in der Zeitschrift kirchenreform.at Nr. 127, Herbst 2025, 30 Jahre nach dem Kirchenvolksbegehren. In kirchenreform.at sind die Vereinigungen von Wir sind Kirche, Die Laieninitiative, Die Pfarrerinitiative und Priester ohne Amt unter einem Dach gebündelt. https://wir-sind-kirche.at/  www.kirchenreform.at

+ Synodaler Weg bis 2028 – www.synodal.va

+ In der Furche – www.furche.at – gibt es Woche für Woche sehr gute Artikel, manchmal auch solche, die verstören. Eine weitere große Anzahl an Artikeln zu verschiedensten Themen erscheinen in den Medien:
– wie auf: https://zulehner.wordpress.com/www.zulehner.org, www.katholisch.at, www.kathpress.at, www.wir-sind-kirche.atwww.kirchenreform.atwww.bischofskonferenz.at, www.kirchenzeitung.at; www.katholisch.at; www.feinschwarz.net;

  • Spirituelle Gedanken

Wann, wenn nicht jetzt im Advent,
– steht Gott selbst vor der Tür deiner Seele
und hofft, dass du ihm öffnest?

– sagt Gott dir in aller Stille,
dass er immer für dich da ist,
weil er dich unendlich liebt?

Paul Weismantel in abendlichem Adventkalender „In der Mitte der Nacht göttliches Licht erwacht“

Wir freuen uns weiterhin auf ihre/eure konstruktive Kritik.
Wir wünschen ihnen eine gesegnete und spirituell tief gehende Zeit des Advents…

für das Team – Stefan Mayerhofer – https://aufaugenhoehe.synodal.atinfo@synodal.at