Sie liegen so nahe beieinander. Nach dem wunderbaren Fest zur Weihe des Seelsorgers Josef Grünwidl zum Erzbischof von Wien am 24. Jänner im Stephansdom – siehe Fülle in der Berichterstattung starb nun eine Woche später, am 31. Jänner 2026, der emeritierte Seelsorge-Bischof von Linz, Maximilian Aichern. Wir trauern und sind mit vielen Menschen in der Diözese Linz im Gebet verbunden.
+ Katholische Aktion trauert um Bischof Maximilian Aichern
Präsident Kaineder: Mit Bischof Aichern verlieren wir einen Solidaritätsstifter
Mit Bischof Maximilian Aichern verlieren wir einen Menschen, der breite Menschlichkeit gelebt hat, auf menschliche und empathische Weise auf alle zugegangen ist und allen ein offenes Ohr geliehen hat. Er hat sich persönlich anrühren lassen von den jeweiligen Lebenssituationen und alle beim Namen genannt. Immer wieder haben wir erlebt, wie er sich erkundigt hat, wie es den Kindern geht oder Grüße an die Familien ausgerichtet hat. Seine wertschätzende und hellwache Haltung hat viele Menschen angesprochen, imponiert und aufgerichtet. Immer war seine besondere Hinwendung zu den Schwächeren im Vordergrund. Dankbarkeit hat er ausgestrahlt und eine aufrichtende dankbare Lebenshaltung bei vielen gestiftet.
Mit Bischof Maximilian verlieren wir einen besonderen Mitchristen der Tat. Soziale Gerechtigkeit und grenzenlose Zusammengehörigkeit und Solidarität hat er als besonderen Auftrag für sich aus dem Evangelium abgeleitet. Er ist aufgestanden, wo es eine starke Stimme für die Benachteiligten gebraucht hat. „Höre“ ist das erste Wort in der Benediktus-Regel und das hat er ganz und gar gelebt. Er war immer umringt von Menschen, die sich an ihm wärmen konnten. „Coraggio“ hat er den Menschen und Mitchristen immer wieder ermutigend zugerufen. Das Gespräch war sein „Heilungsinstrument“. Buchstaben und Worte können dieses Christenleben der Tat nicht einfangen.
Mit Bischof Maximilian verlieren wir einen Hirten mit und unter uns, der unter den Menschen Vertrauen und Zutrauen geschürt hat. Er hat sich als Diener in der vielfältigen Einheit verstanden und trotz Anfeindungen gelebt. Synodal gefasste Entscheidungen hat er als seinen Arbeitsauftrag geduldig und auch gegen Widerstände von oben abgearbeitet. Als Brückenbauer hat er immer das vielfältige Gemeinsame gestärkt. Anfeindungen hat er stets direkt besprochen und auch geduldig ertragen. Die auf ihn zurückgehenden Einrichtungen, Initiativen und Organisationen sind nicht alle hier aufzählbar. Wir behalten ihn als Solidaritätsanstifter und in allem bescheidenen Bischof in Erinnerung.
Aber auch wir PastoralassistentInnen der Diözese St. Pölten haben immer wieder nach Linz unseren Blick gewandt und viel gelernt. Danke für alle Begegnungen, für alle Hoffnungsstrahlen und tiefe Solidarität.
+ Rechtsextremismusbericht beleuchtet auch christlichen Fundamentalismus
www.kaoe.at
Der Bericht liefert Beitrag zur Auseinandersetzung mit christlichem Fundamentalismus
Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) begrüßt, dass sich das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) in seinem Bericht „Rechtsextremismus in Österreich“ über das Jahr 2024 auch mit religiösen Fundamentalismen befasst. Damit werden Aktivitäten christlicher Fundamentalisten neben der Kommentierung durch die theologische Forschung durch ein weiteres Forschungsinstitut wissenschaftlich unter die Lupe genommen. KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder sieht sich in seinem im September 2025 anlässlich des Tages der Demokratie geäußerten Warnruf bestätigt. Damals erläuterte die KAÖ die Gefahr, die von ultrakonservativen Katholiken und Vertretern des Neo-Integralismus ausgingen und die es darauf anlegten, liberale Demokratien zu unterwandern.
„Wir sind dem Dokumentationsarchiv dankbar, dass sie in ihrem Bericht den Bündnissen zwischen Rechtskatholizismus und völkischem Rechtsextremismus besondere Aufmerksamkeit widmet“, betont Kaineder. „Weil die Debatte um den katholischen Neo-Integralismus im deutschsprachigen Raum 2024 Fahrt aufgenommen hat, gerade auch in der medialen Berichterstattung, halten wir mit dem im Bericht zitierten James M. Patterson klar fest, dass der Begriff Neo-Integralismus eine Ideologie bezeichnet, die auf die Unterwerfung des Staates unter die indirekte Autorität der katholischen Kirche abzielt. Das lehnen wir aus theologischen wie auch demokratischen Gründen ab. Als Katholische Aktion stehen und arbeiten wir für menschenrechtsbasierte, liberale Demokratie und Gesellschaftsgestaltung.“
Der vorliegende Bericht zeigt auf, wie ungeniert diese Initiativen Christ:innen für ihre rechtspopulistische Agenda vereinnahmen. „Sogar kirchliche Lehre und Theologie werden von rechtskatholischen Vereinigungen mit ideologisch befeuerten Privat-Interpretationen der Katholischen Soziallehre missachtet und desavouiert. Das ist im Rechtsextremismusbericht nach Untersuchung von Veröffentlichungen und Veranstaltungen christlicher Fundamentalisten deutlich dargestellt“, weist Kaineder auf die Haltung der untersuchten Gruppen zur Katholischen Kirche hin. Mit großer Besorgnis beobachtet die Katholische Aktion auch die Kollaboration zwischen sich christlich bezeichnenden Vereinigungen mit der identitären Bewegung von Martin Sellner, die rassistisch und menschenverachtend auftritt und ihren Worten und Taten vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt.
Der Rechtsextremismusbericht des DÖW liefert einen wichtigen Beitrag auch zur innerkirchlichen Auseinandersetzung mit christlichem Fundamentalismus. „Als Katholische Kirche müssen wir wachsam sein und mit vereinten Kräften nach innen wie auch nach außen aktiv sein, um dem rechtsextremistischen Treiben, der auf der Spur Jesu Christi herumtrampelt, statt ihr zu folgen, in aller Deutlichkeit entgegenzuwirken“, betont das Präsident:innen-Team der KAÖ.
+ Ferdinand Klostermann
Das neue Buch über ihn von Karl Immervoll und Alfred Kirchmayr, „Ferdinand Klostermann und das Laienapostolat – Der Aufbruch damals – die Klerikalisierung heute“, wird am 24. Februar 2026, um 19 Uhr 30, auch in Wien im Otto-Mauer-Zentrum vorgestellt werden.
Eine große Anzahl an Artikeln in den Medien: Die Furche – www.furche.at –https://zulehner.wordpress.com/ – www.zulehner.org, www.katholisch.at, www.kathpress.at, www.wir-sind-kirche.at – www.kirchenreform.at www.bischofskonferenz.at, www.kirchenzeitung.at – www.feinschwarz.net
Spirituelle Gedanken
In dein Geheimnis hinein
hast du mich genommen.
Denn Leben und Tod sind eins,
so wie der Fluss und das Meer
eins sind.
In der Tiefe eurer Hoffnungen und Wünsche
liegt euer stilles Wissen
um das Jenseits
Khalil Gibran
Wir werden sie/euch weiterhin in regelmäßigen Abständen über die Neuigkeiten auf unserer Homepage informieren und ersuchen sie/euch uns mit konstruktiver Kritik zu unterstützen und somit ins Gespräch zu kommen. Nur so kann ein Newsletter auch ihren/deinen „Bedürfnissen“ entsprechen.
In dankbarer Verbundenheit
für das Team – Stefan Mayerhofer – https://aufaugenhoehe.synodal.at – info@synodal.at