Bethlehem – Hoffnung und Erwartung

Wir hoffen und erwarten ein Fest, Christen und Christinnen erwarten die Geburt Jesu – Weihnachten, andere wiederum, dass sich die brodelnde Welt wieder ein wenig bessert. Mehr vom Leben haben, weniger Krieg und Gewalt an Frauen, eine Kirche, die vorwärtsgeht, auch wenn es vielen zu langsam ist. Ein kommendes Jahr 2026 voller Hoffnung und Fragen?

Welche Hoffnung und welche Fragen haben Sie, hast Du, habe Ich? Wir könnten darüber reden und davon schreiben wie Otto Friedrich über den „langen Atem eines Konzilskindes“ in der Furche 50 vom 11. Dezember 2025 www.furche.at
In einem Durchlauf durch 60 Jahre Ende des II. Vatikanischen Konzils am 8. Dezember 1965 schreibt er „Uns nun selber in die Jahre gekommenen Konzilskindern wird einmal mehr der lange Atem abverlangt. Dieser dürfte jedoch demnächst erschöpft sein.“

Ein Blick  aus der Sicht der Bischöfe auf die Kirche in Österreich

+ Presseerklärungen zur Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz vom 3. bis 6. November 2025 in Wien

1. Tätige Nächstenliebe ist ein Grundauftrag der Kirche “Die Armen gehören zur Mitte der Kirche” – Diesen christlichen Grundauftrag hat Papst Leo XIV. mit seinem Lehrschreiben “Dilexi te – Über die Liebe zu den Armen” betont. Es ist das erste Lehrschreiben im neuen Pontifikat und bildet eine Brücke zum Wirken von Papst Franziskus. Immer muss es der Kirche um die Würde aller Menschen gehen und um den Einsatz gegen die Ursachen, die zu vielfältigen Formen von Armut führen. Neben Verkündigung und Gottesdienst ist konkrete Nächstenliebe in Form des karitativen Wirkens ein Grundvollzug von Kirche auf allen ihren Ebenen. In Österreich ist der Grundwasserspiegel von Solidarität und Nächstenliebe weiterhin sehr hoch. Er besteht im Engagement von zigtausenden Menschen, die sich selbstlos für andere einsetzen. Viele davon sind in den zahlreichen Caritasorganisationen freiwillig und ehrenamtlich engagiert, und ihre Zahl ist in den letzten Jahren sogar angewachsen. Die neun diözesanen Caritas-Organisationen bilden zusammen mit der Pfarrcaritas und anderen kirchlich-karitativen Initiativen ein dichtes und hochprofessionelles Netz der Hilfe in Österreich und darüber hinaus. Die Caritas hat keine parteipolitischen Agenden. Sie steht von sich her keiner Partei “näher” oder “ferner”. Ihr Platz ist an der Seite der Armen und all jener, die Hilfe brauchen; ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihres Geschlechts.

2. Als Christen entschieden gegen Antisemitismus Mit der Konzilserklärung “Nostra Aetate” (“In unserer Zeit”) hat die Katholische Kirche vor 60 Jahren erstmals ein offizielles Dokument beschlossen, in dem das Verhältnis zu den nicht-christlichen Religionen wertschätzend beschrieben wird. Die Erklärung betont das Verbindende mit den anderen Religionen, ohne den eigenen Wahrheitsanspruch zu schmälern. Die Katholische Kirche, so heißt es, lehnt nichts von dem ab, was in den Religionen “wahr und heilig” ist. Diese Aussage bildet die Grundlage für den interreligiösen Dialog der Kirche und das Gespräch mit dem Judentum. Von zentraler Bedeutung sind in der Erklärung die Verurteilung des Antisemitismus und Antijudaismus verbunden mit einem Schuldeingeständnis der Kirche. Zugleich wird die bleibende innere Verbundenheit zwischen dem christlichen und jüdischen Glauben festgehalten.

3. Solidarität mit der Kirche in Armenien Im Rahmen der Vollversammlung der Bischofskonferenz ist es zu einem Treffen mit Orientalisch-orthodoxen Kirchen gekommen, die in Österreich gesetzlich anerkannt sind. Daran teilgenommen haben Vertreter der Armenisch-apostolischen Kirche (erstmals anerkannt 1903 und 1973 wieder anerkannt), der Syrisch-orthodoxen Kirche (seit 1988 anerkannt) und der Koptisch-orthodoxen Kirche (seit 2003 anerkannt). Alle drei Kirchen sind so wie die Katholische Kirche auch Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ).

4. Für eine synodale und missionarische Kirche Die Glaubenswelt der Menschen und das kirchliche Leben hat sich in den letzten Jahren in Österreich, aber auch weltweit stark gewandelt. Das hat nicht nur der von Papst Franziskus initiierte Synodale Prozess deutlich gemacht, der von Papst Leo XIV. fortgeführt wird. Er ist kein Selbstzweck, sondern getragen vom Sendungsauftrag Jesu an alle, die ihm nachfolgen, das Licht des Evangeliums durch die Zeiten hindurch weiterzugeben und zu bezeugen. Jede Generation ist berufen, dafür einen “eigenen Stil der synodalen missionarischen Kirche immer besser zu erlernen und zu entwickeln”, wie Papst Franziskus in der begleitenden Note zum Abschlussdokument der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode festhält.


Pastoralinnovation
„Die Zeit ist reif für geistvolle Innovation“ – nicht nur der Blog von Georg Plank, sondern alle Informationen auf dieser Seite sind sehr lesenswert und auch aufbauend. „Was Frohe Botschaft meint, ist topaktuell. Liebe, Friede, Gerechtigkeit und Einheit in Vielfalt – davon lebt jeder Mensch und die ganze Gesellschaft.“ www.pastoralinnovation.at


Wichtige Informationsquellen:

www.furche.at, www.feinschwarznet.at; https://zulehner.wordpress.com/www.zulehner.org; www.katholisch.at, www.kathpress.at, www.wir-sind-kirche.atwww.kirchenreform.at www.bischofskonferenz.at, www.kirchenzeitung.at;

Spirituelle Gedanken

Bethlehem*
Lasst uns nach Bethlehem gehen
zum Haus des Brotes des täglichen Brotes
und Hoffnung schöpfen
Dann aufstehen gegen soziale Ungleichheit
gegen Krieg, Zerstörung, Hunger, Elend, Not
und gestärkt Eintreten für neues Leben

                                              Karl A. Immervoll
*Der Namen בֵּתי לֶחֶם bêt læḥæm, deutsch ‚Bethlehem‘, bedeutet im Hebräischen: בֵּתי bêt „Haus“ und לֶחֶם læḥæm „Brot“.

Dazu möchte ich ein kleines spirituelles Buch vorstellen:

Niklaus Brantschen „Gottlos beten – Eine spirituelle Wegsuche“, Patmos-Verlag 2021, Ostfildern
Der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen betrachtet gängige Denkweisen, Riten, und Rituale, Formen und Formeln aus einer umfassend spirituellen Sicht. Dabei kommen westliche Mystiker wie Meister Eckhart ebenso zu Wort wie der Buddha. Und so erschließt sich Beten als mystischer Vollzug, der allen Menschen möglich ist.

Wir werden sie/euch weiterhin in regelmäßigen Abständen über die Neuigkeiten auf unserer Homepage informieren und ersuchen sie/euch uns mit konstruktiver Kritik zu unterstützen und somit ins Gespräch zu kommen. Nur so kann ein Newsletter auch ihren/deinen „Bedürfnissen“ entsprechen.

In dankbarer Verbundenheit, eine gesegnete Weihnachtszeit und

einen guten Übergang in das Neue Jahr 2026

für das Team – Stefan Mayerhofer – https://aufaugenhoehe.synodal.atinfo@synodal.at