Erinnerungen

Wir sind am Beginn der Fastenzeit, in einem Monat feiern wir Ostern. Als Christen erinnern wir uns an Jesus Christus. Lesen und studieren in den Schriften der Bibel. Erinnerungen sind für uns Menschen von großer Bedeutung – für jede und jeden – wie Pater Anselm Grün immer wieder davon spricht. Große Firmen feiern ständig in der Werbung ihre Geburtstage. Blicken wir also zurück an die Zeit von Papst Franziskus, an das verändernde Jahr 1986, oder noch weiter als es das 3-Päpste Jahr 1978 gab -Papst Paul VI., Papst Johannes Paul I. und Johannes Paul II. Damals eine große Hoffnung für die Kirche, eine Öffnung für die Welt, die aber in einen Rückschritt innerhalb der Kirche führen sollte.

+ Kirche Österreichs

Der ORF hat begonnen mit einer ZIB History-Sendung auf das Veränderungs-Jahr 1986 zurückzublicken – Bundespräsident Waldheim mit den Auseinandersetzungen um den Nationalsozialismus, FPÖ unter der Führung von Jörg Haider, neue Bundesregierung unter Franz Vranitzky, aber auch über die Weihe von Erzbischof Groer als Nachfolger von Kardinal Franz König vor 40 Jahren mit dem Fall in eine der tiefsten Krisen der Katholischen Kirche Österreichs. Die Hoffnung bleibt, dass sich auch die Kirche Österreichs dazu ausführlich meldet.

+ Furche 8 vom 19. Februar 2026 – www.furche.at

In Kompass Religion – großes Interview mit dem Wiener Erzbischof Josef Grünwidl „Wir können selbstbewusst sein“; das Gespräch führten Doris Helmberger und Till Schönwälder

+ www.feinschwarz.net 14. April 2025

Gott ist mehr als Religion. Theologie in zunehmend säkularen Zeiten

Jan Loffelds Buch Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt lässt sich theologisch weiterdenken, meint Christian Bauer. Denn es sind weniger die Säkularen, die sich bekehren müssen, als vielmehr die Christ:innen – und zwar im Namen eines Gottes, der auch ihnen fehlt.

Jan Loffeld hat mit seinem Buch Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt ein resonanzstarkes Stück Pastoraltheologie vorgelegt. Der Bestseller trifft einen kirchlichen Nerv und hat das Thema Säkularität[1] auf die pastorale Agenda gesetzt. Loffeld war nicht der erste und ist auch nicht der einzige, der dieses Thema theologisch bearbeitet hat[2] – aber er hat ihm die bislang größte Aufmerksamkeit verschafft. Sein verdienstvolles Buch wird gerade in mehrere Sprachen übersetzt, und auch Georg Bätzing hat es in seiner Eröffnung der letzten DBK-Herbstvollversammlung aufgegriffen. Die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) von 2023 hatte einen günstigen Zeitpunkt dafür geschaffen. Es handelt sich um die ‚populäre‘ Fassung von Loffelds Habilitationsschrift Der nicht notwendige Gott, die bereits in ihrem Titel eine entsprechende These von Ottmar Fuchs aufnimmt. Es lohnt sich, von diesem Buch ausgehend, auf der Suche nach frischen Ideen weiterzudenken und in die Tiefen des theologischen Diskursarchivs einzutauchen – im Sinne einer inspirierenden Erinnerung an die Zukunft (nicht als Kopiervorlage, wohl aber als Inspiration zu Eigenem), die möglicherweise neue Quellen pastoraler Kreativität erschließt.

+ Unheilvolle Allianzen: Autoritarismus und Christentum 5. Februar 2026

Autoritär-exkludierende Ideologien legitimieren sich auch über Bilder und Begriffe christlicher Provenienz. Katholische Akademien gewinnen angesichts dieser autoritären Versuchung besondere Bedeutung. Eine Ortsbestimmung von Johannes Sabel.

In Europa und anderen westlichen Weltteilen ist Christentum als gelebte Glaubenspraxis im Rückzug begriffen, kehrt aber zugleich in Versatzstücken zurück, die als sakral aufgeladene Ordnungsvorstellungen gegen freiheitlich-demokratische Gesellschaften eingesetzt werden. Das Spektrum dieser Bewegungen ist weit und reicht von der „Christian Right“ in den USA über einen katholischen Rechtspopulismus, wie er in der polnischen „PiS“ zu finden ist, bis zur calvinistisch inspirierten „Fidesz“ in Ungarn. In Deutschland lässt sich in dieses Spektrum die „Neue Rechte“ einreihen, die zwar derzeit keine politische Verantwortung trägt, aber dennoch in die Amalgamierungs-bewegungen von autoritär-exkludierenden, völkisch geprägten Gesellschaftsmodellen und religiösen Legitimationsformen gehört. Rechtspopulistische Akteure sprechen vom „christlichen Abendland“ als identitärem Sammelbegriff; „abendländische Werte“ und „christliche Leitkultur“ fungieren in diesen Diskursen als Abwehrformeln gegen kulturelle Heterogenität, geschlechtliche Diversität, weltanschauliche Pluralität und die Realität moderner Ambiguität. Christentum erscheint nicht mehr als eschatologische und darin offene Hoffnungserzählung, in dessen Zentrum ein mitleidender Christus steht, sondern als Ideologie, die eine exkludierende politische Macht und Gesellschaftsform legitimieren soll.

+ Ein weiterer wichtiger Blick ist jener auf „Neue christliche Bewegungen“ – gefördert von vielen Verantwortlichen der Kirche, auch von Kardinal Schönborn – dazu gehören das Gebetshaus in Augsburg mit Johannes Hartl www.gebetshaus.org – die Loretto-Bewegung https://loretto.at  und die Focus-Missionare. Sie sind drei charismatische Bewegungen, die ihr Denken als einzige Wahrheit verkünden und mit allen Mitteln der medialen Technik von heute. Nach Informationen sollen in Passau und Wien die Focus Missionare auf Grund bestimmter Vorfälle ihre Tätigkeit eingestellt haben. Nach der Homepage in Passau stellt mit Ende des Sommersemester 2026 die ame­ri­ka­ni­sche mis­sio­na­ri­sche Hoch­schul­in­itia­ti­ve FOCUS (Fel­low­ship of Catho­lic Uni­ver­si­ty Stu­dents) ihre Arbeit in Euro­pa ein. Es stellt sich daraus auch die Frage an die Diözese St. Pölten – denn auch sie hat die Focus Missionare für ihre Studierende Seelsorge eingesetzt und gefördert. Wie hoch waren und sind die Zuwendungen und Förderungen?

Dazu der Hinweis auf einen hochinteressanten Film der ARD auf https://www.ardmediathek.de, der es lohnt genauer angesehen zu werden, um neben den Organisations-Informationen und Homepages einen breiteren Einblick zu erhalten.

Story: Die hippen Missionare · Mit Jesus gegen die Freiheit? – hier anschauen

The image depicts a modern, minimalist interior with a curved wall and a few people inside, possibly in a gallery or museum.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.  dieses eine leben von Rainer Bucher

Wir haben nur dieses eine Leben. Wahrscheinlich. Rainer Bucher fragt Theologinnen und Theologen – und das sind wirklich nicht nur Menschen, die das studiert haben – was es mit ihrem Leben so auf sich hatte und hat. Und was ihr Leben mit ihrer Theologie zu tun hat und ihre Theologie mit ihrem Leben.

+ Ferdinand Klostermann

Das neue Buch über ihn von Karl Immervoll und Alfred Kirchmayr, „Ferdinand Klostermann und das Laienapostolat – Der Aufbruch damals – die Klerikalisierung heute“, wurde am 24. Februar 2026, auch in Wien im Otto-Mauer-Zentrum des Katholischen Akademikerverbandes vorgestellt. Es fand sich eine kleine, aber sehr interessante Gruppe von Menschen zusammen. Mit dabei auch die Nichte von Ferdinand Klostermann. Kaum wahrgenommen wurde diese Buchvorstellung im Wissenschaftsbereich der Katholischen Kirche.
Siehe auch KATHPRESS-Tagesdienst Nr.51, 26. Februar 2026 – www.kathpress.at

+ Pastoralinnovation – www.pastoralinnovation.at  
Nach seinem Blog über das II. Vatikanische Konzil schreibt Dr. Georg Plank derzeit im neuen Blog https://www.pastoralinnovation.org/blog/  über Team Kultur – das unbekannte Betriebssystem „good leadership for good churches“.

+ Einladungen

– Die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung feiert 75 Jahre und sie laden zum Fest in den Stephanisaal, Stephansplatz 3, am Freitag, 13. März 2026, von 19-21 Uhr ein. „Arbeit neu gestalten – sozialökologische Transformationen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt“
Ebenfalls 75 wird ihre Zeitschrift „Zeitzeichen“. In der Dezember Ausgaben setzen sich die Autoren mit Künstlicher Intelligenz auseinander „Killt die KI unsere Jobs?“ Darunter auch ein Kommentar unseres Kollegen, Mag. Karl Immervoll, mit dem Auftrag „Mischen wir uns ein“. Es ist auch eine Anfrage an die Diözese St. Pölten. Verwendet sie KI und hält sie sich an die geltenden Regeln? Schreiben sie uns ihre Meinung dazu.
– 30 Jahre Europäische Frauensynode erinnern – weiterdenken – weitergehen
23. -25. Juli 2026 in Traunkirchen https://padlet.com/MMoser_fhstp/ews30_info

+ Eine weitere interessante Zeitschrift ist CIN – Christen helfen in Not. Sie ist es wert gelesen zu werden. Es ist ein Blick in die weltweite Kirche – www.christeninnot.com

Eine große Anzahl an Artikeln in den Medien: Die Furche –
www.furche.athttps://zulehner.wordpress.com/www.zulehner.org, www.katholisch.at, www.kathpress.at, www.wir-sind-kirche.atwww.kirchenreform.at www.bischofskonferenz.at, www.kirchenzeitung.atwww.feinschwarz.net


Spirituelle Gedanken

EINGEWOBEN IN LIEBE

 mein herz quillt über vor glück

 pulsendes lachen erquickt meinen herzgrund

zwischen scheitel und sohlen vibriert das leben

 mein denken preist deine größe gott

und meine seele hältst du seit ewigkeiten in deinen händen

 wie könnte ich mich deiner zuneigung entziehen

wo mich der atem des himmels pausenlos streift?

 wie könnte ich mein herz gegen dich verschließen

wo du so unsagbar zärtlich deine liebe um mich webst?

Magdalena Froschauer-Schwarz

Wir werden sie/euch weiterhin in regelmäßigen Abständen über die Neuigkeiten auf unserer Homepage informieren und ersuchen sie/euch uns mit konstruktiver Kritik zu unterstützen und somit ins Gespräch zu kommen. Nur so kann ein Newsletter auch ihren/deinen „Bedürfnissen“ entsprechen.

In dankbarer Verbundenheit für das Team – Stefan Mayerhofer – https://aufaugenhoehe.synodal.atinfo@synodal.at