Kirchenreformbewegung

Papst Leo war auf Reisen und wurde viel umjubelt. Jetzt wird für ihn gebetet, da er an Lungenkrebs erkrankt ist, nach seiner Operation aber wieder im Vatikan ist und am Sonntag auch das Angelus-Gebet vor den Menschen am Petersplatz gelesen hat. Auch unser Gebet möge ihn begleiten. Der synodale Prozess geht mit 2027 in eine intensive Phase und Österreich hat dazu eine neue Homepage – https://www.synodalitaet.at.
Das Generalsekretariat der Synode – General Secretariat for the Synod
www.synod.va – media@synod.va – berichtete zuletzt ausführlich über das Treffen „Zehn Jahre nach Amoris laetitia: Das Evangelium heute mit Familien verkünden“ in Rom – 7.–14. Oktober 2026
Viele Menschen in der Diözese St. Pölten trauern um Pfarrer Johannes Lagler, Steinakirchen. Gottes Licht sei ihm Wärme und Geborgenheit.

+ Wochenende der Kirchenreformbewegungen im Pfarrzentrum Enns-St. Laurenz
www.wir-sind-kirche.at
Am 16. Oktober wurde die Trompete von Jericho an die deutsche Ordensschwester Philippa Rath sowie Theologiestudentinnen der Universität Freiburg vergeben. Zum sechsten Mal vergaben die österreichischen Kirchenreformbewegungen diesen Preis. Mit ihm werden Menschen ausgezeichnet, „die gegen nicht mehr zeitgemäße kirchliche Regeln aufstehen.“ Zu den Kirchenreformbewegungen gehören: Wir sind Kirche, Laieninitiative, Pfarrerinitiative und Priester ohne Amt.
Am 17. Oktober sprach bei der Kirchenvolkskonferenz der Dortmunder Theologe Thomas Ruster zu seinem Buch „Balance of Power“, über katholische Gewaltenteilung und skizzierte eine radikale Neuerung des Priesteramtes in der katholischen Kirche. Der Kern ist die Aufteilung der Monokultur des Priesteramtes in drei Ämter: König, Priester und Prophet. Manche der Gedanken waren vielen neu. So auch sein Denken über die Berufung des Menschen schon in der Taufe. Bemerkenswert auch die Erzählungen aus der Praxis von Brigitte Knell, Wien, Harald Prinz, Enns, Renate Bachinger, Pfarrleiterin im Innviertel, und Gedanken von Bischofsvikar für die Kärntner Hochschuljugend Hans-Peter Premur, Provisor der Pfarre Krumpendorf, über die „Thomas-Messe“, die Helmut Schüller vortrug. Zu sehen war auch eine Ausstellung der Frauenkommission der Diözese Linz mit beeindruckenden Bildern „Die Kirche ist weiblich“. Es gibt dazu auch einen Kalender 2027 frauenkommission@dioezese-linz.at – www.dioezese-linz.at/frauenkommission

Preisträgerinnen mit Martha Heizer, Wir sind Kirche (re) und Helmut Schüller, Pfarrerinitiative (li)


+ Pastoraltheologie Kompakt von Univ.Prof. Dr.Dr. Paul M. Zulehner
Dieser Kurs ist eine kompakte Einführung in die Pastoraltheologie. Er enthält 13 Lektionen und eine Kurzeinführung. Inhaltlich folgt der Aufbau der Lektionen einem Dreischritt Welt-Gott-Kirche:

  • die Welt von heute (Lektionen 1-3)
  • Gottesbilder, Tod, Jesusbewegung (Lektionen 4-6)
  • die Kirche in der Welt von heute (Lektionen 7-12
    Jede Lektion steht für sich. Es gibt zu jeder Lektion Manuskripte. Es ist möglich, mit einem Quiz den eigenen Lernerfolg zu überprüfen. Es gibt für den Kurs keine Zeitvorgaben.Dieser Kurs ist im Original auf Deutsch. Aber Sie können selbst andere Sprachen für die Untertitel, für die hinterlegten PDF-Textfiles sowie für die Quizz wählen.Pastoraltheologie kompakt | iMooX

+ Katholische Frauenbewegung – Linz, 17.10.2026 (KAP)
Die Katholische Frauenbewegung Österreich hat eine neue Vorsitzende: Die Delegierten der Vollversammlung wählten in Linz die Theologin und frühere Leiterin des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg Lucia Greiner an die Spitze der größten Frauenorganisation des Landes. In ihrem neuen Amt wolle sie die Anliegen von Frauen in Kirche und Gesellschaft stärken und innerkirchliche Spannungen konstruktiv bearbeiten. “Wir wollen nicht Polarisierungen bewirtschaften, sondern stärken, was Frauen in Leben und Glauben fördert”, so Greiner in einer Aussendung der kfbö. Zur stellvertreten-den den Vorsitzenden wurde Gertraud Ladner aus Tirol gewählt.
“Dieses Thema war noch nie so heiß”: Die Debatte über die Priesterweihe und Leitungspositionen für Frauen ist nach Einschätzung der scheidenden Vorsitzenden der Ka tholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), Angelika Ritter-Grepl, so offen wie nie zuvor. Als Marker nannte sie gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress (Freitag) das “weggefallene va tikanische Redeverbot” über Frauenpriestertum, eine wachsende Zahl von Frauen in pastoraler Verantwortung und kirchlichen Leitungsfunktionen – im Vatikan wie Weltkirche – sowie verän derte gesellschaftliche Gegebenheiten. “Das Thema verschwindet nicht mehr”, so Ritter-Grepl im Abschlussinterview vor der Wahl einer neuen kfbö-Vorsitzenden am Freitag. Gleichzeitig würden sich Frauen verstärkt aus der Kirche verabschieden. www.kathpress.at

+ Erinnerungen an den Beginn der Zeit als Pastoralassistentin, Pastoralassistent

Nach Mag. Herbert Koller im September – er hat vor 50 Jahren begonnen – erzählt uns nun Mag. Maria Zwoelfer über ihren Beginn –50 Jahre PAss – seit 1980 bin ich dabei!

In der Diözese St. Pölten wurden Irene Gartner und ich als die ersten Frauen mit vollem Theologiestudium für die Seelsorge angestellt. Ich kam also im September 1980 in die Pfarre Horn in folgende Situation:
Das Team in der Pfarrseelsorge bestand aus einem Pfarrer, zwei Kaplänen und einer Ordensfrau aus dem Kloster Steinerkirchen, diese war zuständig für die Pfarrkanzlei, für die Sakristei und für die Ministranten. Hier sollte auch meine Aufgabe sein. Im Pfarrgebiet waren insgesamt 13 (!) Priester tätig. Sie kamen aus mehreren Ordensgemeinschaften und Diözesen und hatten folgende Aufgaben:
Drei Benediktiner aus dem Stift Altenburg in der Pfarrseelsorge und im Krankenhaus
Zwei Patres an der Piaristenkirche, sie hielten Gottesdienste und Religionsunterricht
Patres aus den Stiften Zwettl und Lilienfeld waren Rektoren in ihren Knabenkonvikten und gaben Religionsunterricht
Drei Salesianer Don Boscos leiteten das Canisiusheim, ein Seminar für Spätberufene, die in Horn das Aufbau-Gymnasium besuchten (damals ca. 130 Seminaristen)
Ein Pensionist als Seelsorger im Altersheim
Weitere Diözesanpriester als Religionslehrer an verschiedenen Schulen
Personell also ein Luxus?
Damals hat man das nicht so gesehen.
Dass ich hier meinen Platz finden konnte, war schon eine Herausforderung.

Für mich wurde sie jedoch nie zum Problem in dem Sinn, dass ich gerne die typisch „priesterlichen Aufgaben“ übernommen hätte. Weder wollte ich Priesterin werden noch liturgische Feiern und Handlungen leiten. Ein reflektierter und kritischer Glaube, die Theologie, Spiritualität und die Begleitung von Menschen in ihrem Fragen und Suchen, daran hatte ich Interesse. Deshalb begann ich mit einem Bibelkreis und wurde bald in die verschiedenen Runden zu Themen eingeladen, die den Mitgliedern interessant erschienen (hauptsächlich Gruppen der Katholischen Aktion). Das Interesse und Engagement nach dem Konzil war groß. Schon seit einiger Zeit wurde überlegt, die Vorbereitung auf die Initiationssakramente stärker im Zentrum der Ortsgemeinde zu verankern, wie es das 2. Vaticanum ja wünschte. Die Taufen sollten also nicht mehr im Krankenhaus gespendet werden und Erstkommunion und Firmvorbereitung keine alleinige Sache der Religionslehrer sein. In der Pfarrgemeinde gab es genug engagierte Mitarbeiter, die nur auf brauchbare Konzepte und eine gute Begleitung warteten. Diese Aufgabe sollte ich übernehmen.Das brachte natürlich bald Konfliktpotential mit sich, hatten es bisher doch nicht einmal die zahlreichen Kleriker geschafft, hier gedeihlich zusammenzuarbeiten. Und jetzt sollte ich das Projekt angehen, auf den Weg bringen und umsetzen. Die Skepsis war groß. Wie sollten Laien solch qualifizierte Glaubensvermittlung schaffen können?
Die sogenannte „Dekanatskonferenz“ verstand sich nicht als für solche Themen zuständig, sie war ein monatliches Priestertreffen, bei dem auch zwei ehrenamtliche Diakone dabei waren. Ich war damals die einzige hauptamtliche Frau im Dekanat. Kurz nach meiner Anstellung durfte ich mich vorstellen und erzählen, mit welchem Auftrag ich nach Horn geschickt worden war. Vor allem die älteren Herren fragten nach, manche sehr freundlich, andere eher skeptisch. Meine Teilnahme an der Konferenz blieb jedenfalls eine einmalige Sache. Einige Jahre später wurde Gabi Wittmann in Gars angestellt. Ab wann wir zur Dekanatskonferenz dauerhaft eingeladen wurden, weiß ich leider nicht mehr.

+ Kurzbericht vom Treffen der pensionierten PastoralassistentInnen der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Benedikt in Seitenstetten:

+ Ein Blick auf die Kirche in Österreich

Die österreichische Bischofskonferenz hat die Statistik 2025 präsentiert und ihr Generalsekretär Peter Schipka legt sein Amt zurück und wechselt in die Pädagogische Hochschule (KPH) Wien/Niederösterreich – www.bischofskonferenz.at.

+ Eine weitere große Anzahl an Artikeln zu verschiedensten Themen erscheint wöchentlich in den Medien:
In der Furche – www.furche.at – wie auf: https://zulehner.wordpress.com/ – www.zulehner.org, www.katholisch.at, www.kathpress.at, www.wir-sind-kirche.at; www.bischofskonferenz.at, www.kirchenzeitung.at; www.feinschwarz.net; 

  • Ein Buchtipp

Thomas Ruster, Balance of Powers, Pustet Verlag 2019
Missbrauch, Priestermangel, Klerikalismus, Diskriminierung der Frauen – das sind die Symptome der Krise des Amtes. Bischöfe sprechen von Strukturwandel. Braucht eine zukunftsfähige Kirche jedoch nicht eine neue Gestalt des Amtes?

  • Hörenswerter Podcast

Heute zu Gast bei Rainer Bucher in dieseseineleben: Christiane Florin

Als Jugendliche war sie in der katholischen Landjungend und hat dort begeistert Musik gemacht Sie hat in Politologie über die französische Aufarbeitung der Kollaboration während des Vichy-Regimes promoviert. Sie war Journalistin beim bischöflichen Rheinischen Merkur und bei der liberalen ZEIT und ist heute beim Deutschlandfunk Leiterin der Abteilung „Kultur aktuell“. Als investigative Journalistin aber hat sie die Aufdeckung sexualisierter Gewalt in der deutschen katholischen Kirche entscheidend vorangetrieben.

Rainer Bucher,Bonn, bis September 2022 Professor für Pastoraltheologie an der Universität Graz. Host des podcasts www.dieseseineleben.de und Mitherausgeber der essayistischen Printzeitschrift „Überfallende Zeiten. Konfrontationen mit Theologie“

  • Spirituelle Gedanken

DER MASSSTAB DER WELT

Gott sieht diese Welt

Gott beurteilt diese Welt

mit eigenen Augen

nicht von oben

sondern von unten

umgekehrt ist alles

in seinen Augen

Sira Matsch-More

Newsletter Bibelwerk Linz

Wir freuen uns weiterhin auf ihre/eure konstruktive Kritik.

Seien Sie inspiriert, behütet und gesegnet für alles, was Sie bewegt und was Sie bewegen wollen

Wir wünschen eine gute Herbstzeit…

für das Team – Stefan Mayerhofer – https://aufaugenhoehe.synodal.at – info@synodal.at