Seit 50 Jahren arbeiten akademische PastoralassistentInnen nach ihrem Theologiestudium in der Diözese St. Pölten. Da wir uns ab September an den Beginn vor 50 Jahren erinnern wollen, noch einmal der Hinweis auf einen Text für die Zukunft und die Erinnerung daran vom ersten Pastoralassistenten, Mag. Herbert Koller in der Pfarre Tulln-St. Stephan.
Christian Bauer, Anna Findl-Ludescher (Hg.) “Amt ohne Weihe – aber mit Missio(n) Pastoralassistent:innen/-referent:innen in der Kirche der Zukunft“, ISBN 978-3-99106-136-6 brosch., 274 Seiten, Farbabb. 2024, innsbruck university press • iup Preis: 32,90 Euro Seit über fünfzig Jahren gibt es im gesamten deutschen Sprachraum Träger:innen eines neuen Kirchenamtes. In Österreich nennt man sie meist Pastoralassiste nt:innen, in Deutschland und der Schweiz meist Pastoralreferent:innen. Als nichtgeweihte, aber bischöflich gesandte Amtsträger:innen verkörpern sie ein ekklesiologisches Hybrid, das die innerkirchliche Machtordnung ins Tanzen bringt. Für manche waren sie daher die ungeliebten Kinder des Konzils. Im gegenwärtigen synodalen Aufbruch verflüssigen sich die ämtertheologischen Verhältnisse jedoch. Eine sich öffnende weltkirchliche Gesamtsituation, die zum gemeinsamen Weiterdenken einlädt. Neugierig und zugewandt, realistisch und kreativ. Denn die Hl. Geistkraft ruft zu schöpferischer Umkehr in der Nachfolge Jesu!
Erste Erinnerungen – Mag. Herbert Koller – Tulln-St. Stephan
Wie ich erster akademischer Pastoralassistent der Diözese St.Pölten wurde
Im Jänner 1976 legte ich meine Diplomprüfung an der Theologischen Fakultät in Salzburg ab. Der damalige Monsignore Franz Walper hielt den Kontakt zwischen Diözese und Theolgiestudenten an den verschiedenen Hochschulorten – wie auch in Salzburg – aufrecht. Nach meiner Diplomprüfung suchte ich den Kontakt zu dem damaligen Pastoralamtsleiter Prälat Florian Zimmel. Ich wohnte damals bei meiner Mutter in Sieghartskirchen, die damals kein Telefon hatte. Um zu telefonieren, musste ich jede mal zum Postamt radeln. Bei meinem ersten Gespräch mit Prl. Zimmel, fragte er mich, was ich mir denn so vorstelle. Ich äußerte den Wunsch, in einer Pfarre als Pastoralassistent zu arbeiten, da ich auf keinen Fall in den Schuldienst gehen wollte. Prl. Zimmel erklärte mir, dass es auch noch andere Möglichkeiten gäbe und dass dafür Theologen gesucht werden. Z.B. für den Bereich Exerzitien und die Stelle des Pressereferenten und ich solle mir das überlegen, denn ich würde ja schon arbeiten und Geld verdienen wollen. Beim nächsten Gespräch mit Prl. Zimmel meinte ich, die Stelle des Pressereferenten würde mir gefallen. Prl. Zimmel richtete sich auf, sah mich an und rief: „Warum?“ Ich war der Meinung, dass ich gut schreiben und formulieren könne. Natürlich wusste ich damals nicht, was die wirklichen Aufgaben eines Pressereferenten der Diözese St.Pölten sind und habe den späteren Pressereferenten Mag. Hans Pflügl für seine Arbeit und seine Aufgaben immer bewundert und war froh diese Arbeit nicht machen zu müssen.
Beim nächsten Treffen mit Prl. Zimmel erklärte er mir, dass der Bischof (!) für die Position des Pressereferenten schon eine Entscheidung getroffen hätte. Ich solle schriftlich anführen, was ich mir als Stelle in der Diözese denn so vorstelle. Ich war naiv und hatte das Gefühl, der Prälat will mich nicht. Ich habe nichts Derartiges geschrieben.
Bald darauf erschien in KIRCHE BUNT ein Artikel, wo der Priestermangel in der Diözese beklagt wurde, und dass so manche Pfarre nicht mehr besetzt werden könne. Das erstaunte mich, da ich durch meine Gespräche mit Florian Zimmel den Eindruck gewonnen hatte, dass man in der Diözese an Pastoralassistenten nicht interessiert wäre und schrieb einen Leserbrief an die KIRCHE BUNT, der dort auch erschien und in dem ich meine Erfahrungen kurz skizzierte. Prälat Zimmel reagierte mit einer halbseitigen Entgegnung in KIRCHE BUNT.
Die Pfarre Tulln St. Stephan hatte kurz zuvor ihren zweiten Kaplan bei einer Personalrochade verloren, was einige Probleme mit sich brachte. Der damalige Kaplan Anton Schwinner, der mich noch aus dem Priesterseminar kannte, stieß auf meinen Leserbrief und machte seinen damaligen Chef Pfarrer Johannes Sigmund auf mich aufmerksam. Über den damaligen Sieghartskirchner Pfarrer Josef Pilsinger kam dann ein Kontakt mit Pfarrer Sigmund zustande, der mir riet, mich doch beim Bischöflichen Ordinariat für die Stelle des Pastoralassistenten zu bewerben. Was ich auch tat, und damit Prälat Zimmel verärgerte, da das Ordinariat dafür nicht zuständig wäre. Das Ordinariat der Diözese erklärte Pfarrer Sigmund, man kenne mich dort nicht und es bestehe ohnehin die Absicht wieder einen zweiten Kaplan nach Tulln zu schicken, es sei denn, er möchte unbedingt einen Pastoralassistenten anstelle eines zweiten Kaplans. Das konnte Pfarrer Sigmund nicht annehmen. „Alle würden mich auslachen!“ waren seine Worte. Kaplan Schwinner äußerte die Befürchtung, dass bei der nächsten Neubesetzung der Kaplanstellen in der Diözese der zweite Kaplan wieder verloren gehen könnte. Damit schien die Sache für mich erledigt.
Was dann im Hintergrund weiter passierte, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls hatte ich binnen Monatsfrist ein provisorisches Anstellungsdekret in der Hand und konnte mit 1. August meine Arbeit in der Pfarre Tulln St. Stephan beginnen.

…mit der Bitte das Plakat bekannt zu machen, weiterzumailen, zu teilen, in pfarrlichen Schaukästen aufzuhängen, vielleicht in ein Pfarrblatt zu geben, … und ich bitte euch, die Möglichkeit zur Anmeldung via QR-Code zu nutzen.
Dr. Harald Prinz
Synode: https://www.synod.va
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Der synodale Prozess zwischen Weltsynode 2024 und Weltversammlung 2028
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Lesenswerte Bücher
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+ Richard Rohr “Befreiung vom Ego – Wege zum wahren Selbst, Claudius Verlag 2008 / 2023
Hörenswert – Vorträge auf Youtube
+ Die Vorträge der Theologischen Kurse sind auf dem Youtube-Kanal der Theologischen Kurse nachzuhören: Michael Bünker „Aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten – zum 120. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer“ – https://www.youtube.com/watch?v=2wyBkB5VwYU&t=870s
Weitere Medien
https://zulehner.wordpress.com/ – www.zulehner.org; www.kirchenreform.at – www.bischofskonferenz.at – www.kirchenzeitung.at – www.kirche.at – www.kathpress.at – www.katholisch.at – www.furche.at
Spirituelle Gedanken
Aus unseren Hoffnungen und Visionen wachsen immer wieder auch besondere spirituelle Texte, die uns am Herzen liegen und die wir weiterschenken wollen.
Aus: Weil du einmalig bist – Ulrich Schaffer
Den Weg,
den du vor dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie du ihn gehen wirst.
Es ist dein Weg.
Unauswechselbar.
Du kannst dir Rat holen,
aber entscheiden musst du.
Hör auf die Stimme
deines inneren Lehrers.
Gott hat dich nicht allein gelassen. Er redet in deinen Gedanken zu dir.
Vertraue ihm und dir.
Niemand hat deine Fingerabdrücke. Niemand hat deine Stimme.
Niemand sagt so „ich liebe dich“ wie du. Niemand glaubt wie du.
Niemand denkt so ans Sterben wie du. Niemand hat deine Geschichte.
Niemand spürt die gleiche Trauer,
das gleiche Glück
wie du.
Niemand ist wie du. Niemand in deinem Land, auf deinem Kontinent,
auf dem dritten Planeten dieses Sonnensystems, in der Galaxie,
die wir Milchstraße nennen. Niemand,
weil du einmalig bist
In dankbarer Verbundenheitund und einen guten Start in die Herbstarbeit
für das Team – Stefan Mayerhofer – https://aufaugenhoehe.synodal.at – info@synodal.at